zusammenkommen.ankommen beim MVI

Heute war ich auf der Veranstaltung „zusammenkommen.ankommen“ des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur (MVI) in Stuttgart. Dies war die 3. Veranstaltung dieser Art und widmete sich alleine den Radverkehr. Vorher wurden Veranstaltungen mit Taxifahrern und Busfahren abgehalten. Die Veranstaltung wird zu einem späteren Zeitpunkt auf der Website des MVI veröffentlicht.
Zuerst hielt Minister Herrmann eine kleine rede über das Thema, er erwähnte die bekannten Radfördermittel des Landes u.a. die Kampanje RadKultur. Weiter bemängelte er die „Steigerung” des Radetats des Bundes von 100 Mio.€ auf 60 Mio.€.
Dann begann die eigentliche Veranstaltung, wo es erst mal um die Kombi ÖV – Rad und die Situation bei Arbeitgebern ging. Erkenntnisse waren z. B. dass die heutige schwierige Situation mit der Radmitnahme (jeder Verkehrsverbund brät sein eigenes Süppchen) angeblich nicht gelöst werden könne, da dafür ja die Verkehrsverbünde zuständig seien. Warum allerdings das vor langer, langer Weile doch mal geklappt war als das Ganze noch Landessache war weiß keiner…
Allgemein wird die Fahrradmitnahme nicht als das bevorzugte Mittel angesehen, dies ist nach Landesmeinung die Abstellung am Bahnhof. Dabei wird eine Abstellmöglichkeit mit Dach und Anschlussmöglichkeit für den Rahmen als ausreichend angesehen. Gegen Vandalismus will man offenbar noch nichts machen.
Angeregt wurde, die Mehrzweckabteile besser zu kennzeichnen (große Symbole an den Sitzen). Generell will Herrmann bei der DB-AG anregen eine eigene Veranstaltung zur Fahrradmitnahme zu organisieren.
Nach einer Pause kam der 2. Teil, wo es um Infrastruktur und Sicherheit ging. Zuerst wurde klargestellt, dass man jetzt auch Radschnellwege fördern wolle und dies Beispielsweise in Freiburg schon mache. Auch das Radnetz BaWü soll in den nächsten Jahren kommen. Dabei handelt es sich um Pendlerrouten entlang der Entwicklungsachsen.
Zum Thema Sicherheit war klar, dass sowohl Radwegbenutzungspflicht als auch Helmpflicht in der Runde, keine Befürworter haben. Herrmann überlegt es sich offenbar eine Bundesratsiniziative einzubringen die Radwegbenutzungspflicht und einige andere sinnlose Radverkehrsgesetze endgültig zu kippen. Hoffen wir, dass er erfolg hat. Generell will das MVI die Kommunen in Sachen Radverkehr besser informieren.

Zum Schluss unterhielt ich mich noch mit Herrn Öhmann von der NVBW. Dieser betonte noch mal, dass das Land in Sachen Beschilderung nur für Landesrouten zuständig ist, anders gehende Meinungen sämtliche Alltagsroute würden durch das Land ausgeschildert sind also nicht stimmig. Für Landesradrouten sollen Mindestqualitätsmerkmale ausgearbeitet werden, die dann auch umgesetzt werden sollen.

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